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205231

(2001) Moral und Recht im Diskurs der Moderne, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Die Legitimation der Herrschaftsordnung durch die Rechtslehrer der italienischen Universitäten des Mittelalters

Helmut G. Walther

pp. 175-190

Nicht ohne z.T. tiefe Verwirrung bis lebhaften Widerspruch bei seinen Kollegen hervorzurufen, plädierte vor einigen Jahren der renommierte Florentiner Rechtshistoriker Paolo Grossi als Ertrag eines Essays über die mittelalterliche Rechtsordnung engagiert für eine notwendige Neuorientierung der Gegenwart an eben diesen mittelalterlichen Verhältnissen. Sie solle wie das Mittelalter ohne den legislativen Absolutismus, die Gewaltenteilung und den Rechtsstaat auskommen. Umgekehrt gewann die mittelalterliche Rechtsordnung die volle Sympathie Grossis vor allem deswegen, weil ihre Gemeinschaften überhaupt keinen Staat benötigten. Dessen zeitgenössische Form hingegen in ihrem ungehemmten Zugriff auf die Rechtsordnung wertet der Autor als »krebsartigen Prozeß« (processo tumorale, Grossi 1995, 8).

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-663-10841-2_8

Full citation:

Walther, H. G. (2001)., Die Legitimation der Herrschaftsordnung durch die Rechtslehrer der italienischen Universitäten des Mittelalters, in G. Dux & F. Welz (Hrsg.), Moral und Recht im Diskurs der Moderne, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, pp. 175-190.

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